Von Grenze zu Grenze VI

RR 6                                                                                                                        12.03.2014

Einigermaßen die Nacht verbracht. Frühstück und los. 55 km nach Honkamaa stehen auf dem Programm. Aber erstmal wieder Bustransport zur Loipe wegen…eben!

Geht über leicht hucklige Wege durchs Unterholz. Blauer Himmel, Sonnenschein, was will man mehr… Na ja, weniger vereiste Strecken wären nicht schlecht. Eigenartigerweise werden die Servicestationen etwas spartanischer. Erstens nicht so dicht gestaffelt und das Angebot ist manchmal nur der „berühmte“ warme Juice, den ich langsam nicht mehr sehen kann 🙂 . Letztendlich ist aber doch von allem genug da. 13 km vor Schluss heißt es, die Skier abschnallen und laufen – gar kein Schnee mehr. Die letzten 10km kann man theoretisch wieder Skilaufen, aber wie… Kurvenreich durchs Unterholz,Wurzeln, Dreck, stellenweise Eis. Ein Albtraum… Dass ich mit dieser Sichtweise nicht ganz allein bin, bestätigen mir die Gespräche beim Abendbrot. Die Unterkunft würde ich als eine Art Jugendherberge bezeichnen. Leider nicht ganz für den Ansturm von ca 60 Leuten ausgerichtet, die auch noch streng nach Männlein und Weiblein getrennt werden (müssen).   Da ich spät angekommen bin, sind die besten Plätze weg… Bleibt noch eine Ecke für eine Matratze in einem 10x10m großen Raum, den ich mir mit ca 15 anderen schwitzenden Männern teilen muss. Belüftungsmöglichkeiten gibt leider keine.  Ich glaube, ich schlafe heute draußen. Es ist nicht kalt und der Schlafsack müsste es eigentlich abhalten.

Aber erstmal das Abendprogramm. Üblicherweise gibt’s an diesem Ort eine Tombola, bei welcher allerlei mehr und weniger nützliche Dinge versteigert werden- Mützen, Shirts…und so weiter. Ich gewinne ein eigenartiges Gerät zur Kopfhautmassage. Warum auch immer…

Wer weiß, wozu es gut ist. Abendbrot ist wie immer herrlich. Eintöpfe können die Leute hier irgendwie. Noch 1 bis x Bier (das ist hier nicht allzu stark) und dann entschließe ich mich tatsächlich, meinen Schlafplatz vor der Hütte zu suchen. Ich denke, es ist die bessere Wahl.

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