Der Bus kommt

 

Bus Stop

Ich fand schon immer, dass der Neumarkt in Dresden mit öffentlichen Verkehrsmitteln  etwas schlecht zu erreichen ist. Nun ist es endlich soweit: Busse vor der Frauenkirche. Gut, das Einsteigen ist derzeit noch etwas unbequem. Aber es ist ein Anfang, finde ich.

Und dennoch gibt es wieder Leute, denen man es einfach nicht Recht machen kann.

Im Ernst: Man kann, man muss über Kunst streiten. Und das Busmonument von Manaf Halbouni spaltet die Gemüter und regt zu Diskussionen an. Gut so! Die Reaktionen bei der Eröffnung auf dem Dresdner Neumarkt  hatten allerdings nichts mit Kunstdiskussionenen zu tun. Da wurde -unter anderem- gepöbelt und gegeifert, was das Zeug hält.

Die Busse sind für mich in aller erster Linie ein Mahnmal gegen den Krieg.

Jedweden Krieg.

Vom Sinn des Ganzen

Die Vereinnahmung  und Instrumentalisierung der Opfer des Bombenangriffes auf Dresden durch einige wenige – von rechts und links – ist entweder hirnrissig oder zynisch. Wie kleingeistig oder wie empathielos muss jemand sein, der gegen ein Mahnmal gegen den Krieg auf eine derartige Weise  (wie auf dem Neumarkt geschehen) „demonstriert“? Man kann über Politik geteilter Meinung sein und da wir zum Glück in einer Demokratie leben, dürfen Meinungen auch  geäussert werden, selbst wenn es einige Mitbürger, die sich in einer Opferrolle durchaus wohlzufühlen scheinen, anders sehen.

Doch die Art und Weise, wie man sich artikuliert, sagt vor allem etwas über einen selbst aus. Und man muss sich dann schon fragen lassen, wessen Geistes Kind man ist. Pöbeln hat keine Schnittmenge mit Diskussionskultur.

Und jetzt darf man mir auch gern intellektuelle Überheblichkeit vorwerfen. Es ändert nichts an meiner Sichtweise.

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